Finde deine Stimme mit...Kleidung




Letztes Jahr habe ich an einer der größten Tech-Konferenzen in Deutschland teilgenommen, DAHO.AM. Es war eine Veranstaltung voller Inspiration, Energie und Kann-Haltung. Einer der Hauptredner war ein Mitbegründer und Marketingexperte, der eine Idee präsentierte, welche in nur 18 Monaten Zehntausende von Kunden sammeln konnte und den internationalen Start-up-Wettbewerb von Richard Branson gewinnen konnte. Ich war eifersüchtig und diskutierte mit meinen Freunden, wie toll es ist, was andere alles erreichen können... Und dann habe ich damit aufgehört. Mir ist klar geworden, dass ich nicht wie diese Person sein will. Ja, ich bewundere die Ideen, die Leistungen und das Fachwissen, aber ich möchte meine Arbeit auf meine eigene Art und Weise aufbauen, mit meiner eigenen Stimme.

Was hat Kleidung damit zu tun? Indem sie ein überraschendes, aber intuitives Werkzeug sein kann, um deine Stimme zu finden, aufgrund ihrer Rolle in der Selbstdarstellung und der Zugehörigkeit zu einer Sippe.

Stelle dich an die erste Stelle Ein wichtiger erster Schritt zu einem authentischen Leben ist es, sich selbst an die erste Stelle zu setzen. Du kannst niemanden in einem Flugzeug retten, wenn du dir deine Sauerstoffmaske nicht als erstes aufsetzt, und du kannst kein Team durch eine komplexe Umgebung leiten, wenn du nicht zuerst deine eigene Belastbarkeit aufbaust.

Kleidung ist eine sehr greifbare, einfache und zugängliche Art, sich um sich selbst zu kümmern. Es liegt an der Art und Weise wie sich ein Stoff auf der Haut anfühlt, wie ein Schnitt auf genau die Stellen fällt, die du an deinem Körper magst und daran, was du für dich selbst von deinen Vorbildern abschaust. Außerdem sind die Risiken minimal, denn Mode und Trends sind keine geschriebenen Gesetze mehr, die eingehalten werden müssen, sondern nur noch Inspirationsquellen für dich. Und etwas, was man mag, einfach so zu tragen, egal welchen Geschmack die Leute um einen herum haben, ist ein kleiner Schritt in Richtung größere Dinge im Leben.

Verliere keine Zeit mehr Das bringt uns zum nächsten Punkt: nicht davon träumen, sondern es tatsächlich tun. Das Hemd zu wählen, das dich gut fühlen lässt, was sich aber von der großen Masse an T-Shirts mit Comic-Book-Motiven vielleicht unterscheidet. Turnschuhe zu tragen, auch wenn jeder andere höchstens Slipper Schuhe trägt.

Mir ist das zufällig passiert, als ich nach Deutschland gezogen bin. Während meine “Befreiungsbewegung”, Farben, High Heels und Röcke zu tragen, in den belebten Straßen von Bukarest absolut untergegangen ist, fiel sie definitiv in den eher blau / schwarz / grauen, ruhigen Büros in München auf. Anstatt in meine sichere Hülle zurückzuschrecken, gefiel es mir...das Gefühl, dass ich etwas tun kann, was ich mag, dass ich genießen kann, was vielleicht nicht der Erwartung anderer entspricht und... dass alles gut wird. Ich habe mich daran gewöhnt, und langsam aber sicher habe ich aufgehört, auch in anderen Bereichen meiner Arbeit und meines Lebens still zu sein.

Lass die Türe offen Und erst dann ist es vielleicht an der Zeit, an die anderen im “Stamm”, zu dem wir gehören wollen, zu denken. Wir sind schließlich soziale Wesen. Es geht darum, die Tür so weit offen zu lassen, um sie dazu zu bewegen, uns zuzuhören, uns kennen zu lernen. Ich mag zum Beispiel Blazer nicht besonders gerne, aber in der Geschäftswelt sind sie ein Symbol der Stärke, und es gibt so viele Optionen da draußen, so dass ich einige finden konnte, die entweder ein schönes Muster haben, oder die so gut passen, dass ich mich unbesiegbar fühle, wenn ich sie trage.

Leider gibt es auf der Welt immer noch eine große Anzahl an Doppelmoral, Vorurteilen und Zurückhaltung gegenüber Vielfalt. Das ist die Realität, aber wir können sie Schritt für Schritt ändern, durch jede von uns, die sich entscheidet, authentisch zu leben, zu verhalten und zu kleiden, indem sie ihre Stimme nutzt.


[English version]

Find your voice with…clothes

Past week I attended one of the biggest tech conferences in Germany, DAHO.AM. It was an event full of inspiration, energy and can-do attitude. One of the key speakers was a startup co-founder and marketing expert presenting an idea that in only 18 months managed to gather tens of thousands of customers and win Richard Branson’s international startup contest. I was jealous and I was discussing with my friends how awesome it is, what amazing things others can achieve….and I stopped. I realised I don’t want to be like that person. Yes, I admire the ideas, the achievements and the expertise, but I want to build my work in my own way, with my own voice.

Now, what do clothes have anything to do with this? Because they can be a surprising, yet intuitive tool to find your voice, due to their role in self-expression and in showing belonging to a tribe.

Put yourself first

One major first step towards an authentic life is to put yourself first. You cannot save anyone in a plane if you don’t put your oxygen mask first, and you cannot lead any team through a complex environment if you don’t build your own resilience first.

Clothes are a very tangible, simple and accessible way to take care of yourself. It’s in the way a fabric feels on your skin, in the way a silhouette falls on exactly the right places you like about your body, in what you like for yourself from your role models. On top, the risks are minimum because fashion and trends are not anymore written rules that need to be obeyed, but rather just inspiration sources for you to choose. And just wearing something because you like it, no matter the tastes of the people around you, it’s a baby step to more important things.

Do it now

This takes us to the next point: not dreaming about it, but actually doing it. Choosing that shirt that makes you feel good, but might not be like the sea of comic book-inspired t-shirts. Wearing those sneakers even if everyone is max in loafers.

To me it happened accidentally, when I moved to Germany. If my “liberation movement” of wearing colours, high heels and skirts was absolutely lost in the busy streets of Bucharest, it definitely stood out in the blue/black/grey quiet offices of Munich. Instead of scaring me back into my safe shell, I liked it… the feeling that I can do something I like and enjoy, which might not fit with others’ expectations and …everything will be ok. I got used to it, and slowly and surely, I stopped being quiet in other aspects of my work and my life.

Leave the door open

And only then we might have to think of the others in the “tribe” we want to belong to; we are social animals after all. It’s about leaving the door enough opened to invite them to listen to us, to get to know us. I’m not particularly fond of blazers, but they do possess a strength symbolism in the business world, and there are so many options out there that I did find a few that either have a print more like me, or they fit so well that I feel indestructible.

And, unfortunately, the world has still plenty of double-standards, prejudice and caution about diversity. This is the reality but we can change it, step by step, with each one of us that chooses to live, behave and dress in an authentic way, using their own voice.

#howto

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